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Bleilochtalsperre die Dritte

2013_bleilochregatte_207Auch in diesem Jahr soll die Langstreckenregatta an der Bleilochtalsperre der Saisonabschluss für die Pneumis darstellen. Dank den Draco Jenensis hatten wir wieder das verträumt liegende Bootshaus für uns und konnten gemeinsam ein paar schöne Tage verbringen. Wie alle Jahre ging es schon im Vorfeld wieder hoch her, wer denn dabei  ist und wer kurzfristig absagen „muss“. Letztendlich waren wir nun 12 Paddler und 7 Paddlerinnen im Boot – wozu würde das reichen.
Durch den Brückentag hatten wir am 04.10.2013 eine sehr entspannte und zeitige Anreise. So das wir schon am Freitag eine erste Ausfahrt machen konnten und beim Bojen legen behilflich waren. Entgegen den Ankündigungen und auch den vorjährigen Erfahrungen hatten wir bis Samstagabend bestes Wetter. Die abendliche Getränkerunde wurde so gewählt das man zwar die Großraumschlafsäle übersteht aber auch den Regattatag noch erlebt. Schon beim Frühstück in großer Runde merkte man die erste Aufregung die man wohl nie ablegen kann und die wohl auch notwendig ist. Für einige sollte es ja auch das erste Mal unter Regattabedingungen auf die Langstrecke gehen. Bei wirklich guten äußeren Bedingungen sollte dann um 11 Uhr der Start erfolgen.
Wir hatten die Startnummer 13 ausgelost und würden aus der zweiten Reihe an den Start gehen – war das ein schlechtes Omen? Der Start wurde trotz aller vorherigen Hinweise und Ermahnungen verschlafen und so hieß es durch die Enge zwischen den Booten und im hinteren Feld bei den Drachenbootwellen erst mal Wasser fassen und sogar ausschöpfen. Bis zur ersten Wende fuhr es sich sehr schwer und erst zur Wende fanden wir unseren Rhythmus. Hier spielte nun Stephan seine ganze Erfahrung aus. Durch eine tolle Wende, bei der wir noch den Magdeburger Sportfreunden ausweichen mussten, die fast Ihr Steuer verloren hatten, konnten wir uns in den vorderen Bereich unserer Startgruppe einreihen. Die Geiseltaler Searunners hatten wir an der Wende hinter uns gelassen, sie kamen nun aber gewaltig auf und wir konnten nicht gegenhalten. Durch diesen Zweikampf schoben wir uns aber immer mehr an die erste Startgruppe heran. Auch die Wende wurde gut angegangen, auch wenn wir nicht ganz einheitlich heraus beschleunigten. So waren nun auf einmal die Riesendrachen und die Drsdener Bulls vor uns. Auf dem längsten Abschnitt bis zu letzten Wende, bei Gegenwind, hieß es nun die Zähne zusammenbeißen – wenn wir unter die ersten Zehn kommen wollten.
2013_bleilochregatte_227Tja und das Boot lief gut, die Motivation durch Tiger und Stephan ließ uns immer stärker aufkommen. Aber das Überholen über die Wellen ist dann noch mal eine weitere Aufgabe. Tja und wir sollten es wirklich schaffen auf der Strecke vorbei zukommen. Dass Daniela dann als Trommlerin bei den Riesendrachen anfeuerte war schon wie ein Déjà-Vu  zur Langstreckenregatta  vom Frühjahr in Blossin. Die letzte Wende und dann ging es dem Ziel entgegen. Der Schlag wurde noch mal gesteigert, würden wir das bis ins Ziel halten können? Die Trommel der Riesendrachen im Nacken und vor uns waren die Searunners greifbar. Jeder gab wohl nun sein Bestes, teilweise mit 12.7 km/h ging es dem Ziel entgegen, welches aber nicht näher kommen wollte.
Dann endlich durch das Ziel und gleich kam die Kälte und die Erschöpfung. Das Wasser Stand Knöcheltief und trotzdem war man froh über ein bisschen Auspaddeln, strecken der Beine und was einem noch so alles weh tat. Die Streckenlänge Betrug in diesem Jahr für uns 10.350 m. Aber was war es für eine Zeit und welche Platzierung würde das sein. Die Schlaguhr war ausgefallen und auch Stephan hatte im Eifer des Gefechtes das Stoppen vergessen. Nach einer warmen Dusche und einer ersten Stärkung ging es dann zur Siegerehrung. Wir konnten uns wirklich über einen 8. Platz mit einer Zeit von 50 min und 5 Sek. freuen. Teilweise gab es Abstände von nur zwei Sekunden über diese Strecke. Wer hätte das von uns in dieser Zusammensetzung  vorher gedacht. Wirklich Glückwunsch, Respekt und Dank an alle Mitwirkenden!
Nun konnte der gemütliche Teil kommen. Am Nachmittag gab es dann noch eine kleine Wanderung entlang der herrlichen Gegend um die Bleilochtalsperre ehe dann Feiern angesagt war. Die offizielle Party tauschten wir gegen ein gemütliches Beisammensein in unserem urigen Bootshaus ein. Bei dem auch mal ein Getränk mehr genossen werden konnte. Sonntag hieß es dann entspannt Frühstücken aufräumen und dann abreisen. Ein Bus machte noch einen Ausflug direkt zur Staumauer. Ehe es dann hieß auf von Thüringen nach Brandenburg. So ist nun auch für uns die Saison mit einer anstrengenden aber sehr schönen Regatta zu Ende gegangen.
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Sport Frei
Ulf Andres