Am 25.09.2026 machten sich Holger und Uwe mit dem Team der Master’s des DKV auf den Weg nach Hangzhou, um an den Wettkämpfen der Drachenboot-Weltmeisterschaften 2026 teilzunehmen.
Nach vielen intensiven, schweißtreibenden Trainingslagern, Tests in Kraft und Ausdauer an verschiedenen Orten Deutschlands war es endlich so weit. Vom Flughafen Frankfurt/Main trat das Team gemeinsam die Reise ins entfernte China an. Nach einem Zwischenstopp in Peking landeten wir nach 16 Stunden auf dem Flughafen in Hangzhou. Wir waren alle sehr gespannt, was uns in der Ferne erwarten würde. Wie stark sind die anderen Teams, wie sind die sportlichen Örtlichkeiten?
Nach einer langen Busfahrt zum Hotel freuten sich alle auf eine Dusche und frische Klamotten. Die letzten Stunden des Tages wurden noch dazu genutzt, sich mit frischem Obst und Getränken zu versorgen. Den darauffolgenden Tag nutzten wir als Team, um gemeinsam eine Tempelanlage zu besichtigen und uns an das wärmere Klima zu gewöhnen.
Am Montag war es dann endlich so weit, wir konnten das Fuyang Watersport Center besichtigen und unsere Neugier befriedigen. Uns erwartete eine riesige Sportanlage für Kanurennsport, Kanuslalom, SUP und Drachenboot. Ein sehr großer futuristischer Bau als Hauptgebäude mit Empfangs- und Präsentationshallen, Aufenthaltsräumen sowie Teamkabinen. Die Außenbereiche sind sehr großzügig und weitläufig angelegt und bieten viele Zugänge zum Wasser. Eine sehr moderne, beeindruckende Anlage. Unser nächstes Interesse galt den Booten. Wie sehen die 4-Bank-Boote (8 Paddler) aus? Wie sind die Platzverhältnisse? Wie lassen sie sich fahren?
Wir konnten die Boote ausreichend in Augenschein nehmen und freuten uns auf das erste Training am nächsten Vormittag.
Am Mittwoch starteten dann die Wettkämpfe in den verschiedenen Altersklassen mit den 2000-m-Rennen. Wir waren alle sehr angespannt. Können wir unsere Leistung abrufen?
Holger und Uwe starteten im Team 50+ im 10er-Mixed in das 2000-m-Verfolgungsrennen. Auf das 20 Sekunden vor uns gestartete Boot der italienischen Auswahl konnten wir zügig aufschließen. Ein Überholmanöver gelang uns zwar nicht, aber wir blieben dran. Da wir selbst nicht von unseren Verfolgern aus Taipei, Russland oder Kanada eingeholt bzw. überholt wurden, rechneten wir uns gute Chancen auf eine Medaille aus. Die Erwartung wurde erfüllt und es wurde ein sehr guter 2. Platz, die Silbermedaille.
Im nächsten Rennen starteten wir im Boot bei den Masters 40+ Open im 10er in unsere 2000-m-Distanz. Auch hier gelang ein sehr guter Start und wir kämpften uns langsam an das vor uns gestartete Boot der ungarischen Mannschaft heran. In der 2. Wende touchierten wir leider eine der Wendebojen und verloren den Drachenkopf von der Bootsspitze. Wir kämpften trotzdem bis zum Ende der Distanz weiter und versuchten, am ungarischen Boot dranzubleiben. Wir ahnten aber schon, was nach der Zieldurchfahrt passieren würde. Das Boot wurde wegen einer verpassten Boje leider disqualifiziert. Unsere Ü-50-Frauenmannschaft löste ihre Aufgabe aber besser und erkämpfte sich die Goldmedaille.
Als weitere Wettkämpfe standen an diesem Tage noch verschiedene Vorläufe in den verschiedenen Alters- und Bootsklassen in den Strecken 500 m und 200 m an. Hier konnten wir unsere Leistungen abrufen und uns für die nächsten Rennen qualifizieren.
Donnerstagfrüh ging es gleichzeitig los mit dem Finallauf über die 200-m-Distanz im 8er-Drachenboot Ü 40+ Open. Trotz einer zeitlichen Verbesserung von 2 Sekunden gegenüber dem Vorlauf reichte es im Finale nur zum fünften Platz. Unsere Damenmannschaft konnte ihr Finale mit einem dritten Platz über die 200 m im 8er-Boot abschließen.
Auch an diesem Tage standen noch weitere Vorläufe in den verschiedenen Klassen an, um sich für die Finalläufe an den noch folgenden Tagen zu qualifizieren. Zum Tagesabschluss gab es noch das Finale im Ü 40+ Open im 8er über die 500 m. Auch hier erreichte die Mannschaft einen fünften Platz.
Am Freitag starteten die Wettkämpfe auch wieder sehr zeitig und gleich mit dem nächsten Finallauf für uns. Im Ü 50+ 10er-Open-Boot über 200 m erreichten wir wieder einen fünften Platz. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es mit dem nächsten Finallauf gleich weiter. Im Ü 50+ Mix starteten wir auch über die 200 m und erkämpften uns einen hervorragenden 3. Platz.
Am Nachmittag gab es dann für uns den nächsten Finallauf im 50+ Open Boot über 500 m. Hier schnappte uns das kanadische Team durch ein geschicktes Fahrmanöver auf der Welle des russischen Boots knapp vor dem Ziel die Bronzemedaille weg.
Am Samstag gab es noch weitere Entscheidungen für das Masters-Team des DKV. Im Finallauf über die 500 m im 10er-Mix in der Altersklasse 50+ konnte ein guter 4. Platz erreicht werden. Ein weiteres Finale über die 500 m fand im 8er-Boot für die 40+ Mix statt. Hier konnte eine weitere Bronzemedaille für das Masters-Team erreicht werden. Die letzten Wettkämpfe der Weltmeisterschaft fanden in den 8er-Booten in den verschiedenen Altersklassen über die 2000 m statt. Wie schon im 10er-Open-Boot hatten wir auch im 8er-Open-Boot das Pech, dass wir die 2. Wende nicht korrekt absolvierten und eine Boje auf der falschen Seite das Boot passierte. Unsere Damenmannschaft löste ihre Aufgabe besser und sie erreichte einen 3. Platz.
Insgesamt errang das DKV-Masters-Team 10 Medaillen und belegte in der Nationenwertung den 3. Platz. Der Trainerstab war mit den gezeigten Leistungen und erbrachten Zeiten sehr zufrieden.
Holger und ich sind auch sehr glücklich über unsere Medaillen und dass wir unsere Leistungen von den Weltmeisterschaften 2024 auf den Philippinen bestätigen konnten. Gerne hätten wir in den Open-Booten noch eine Medaille erreicht, aber……
Wir haben hier in China wieder großartige Wettkämpfe erlebt, mitgestaltet und eine gelungene Veranstaltung vorgefunden. In Asien ausgetragene Wettkämpfe im Drachenbootsport sind immer etwas Besonderes. Die Art, wie dieser Sport hier gelebt und hervorgehoben wird, ist einzigartig.







































